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10 Tipps damit dein Hund lange lebt: Ein gesunder Hund bis ins hohe Alter

Hanna StephaN, Tierärztin bei Terra Canis

10 Tipps damit dein Hund lange lebt: Ein gesunder Hund bis ins hohe Alter

Hunde sind nicht einfach nur Haustiere, sondern so viel mehr als das: sie sind vollwertige Familienmitglieder, allerbeste Freunde und vierbeinige Seelenverwandte.

Sie reichen einem die tröstende Pfote, wenn man traurig ist, geben den motivierenden Trainingspartner, wenn mal wieder der Winterspeck dran glauben soll und lindern die Hektik des Alltages, wenn sie entspannt faulenzen und sich dabei den Bauch kraulen lassen. Umso wichtiger ist es, dass der geliebte Partner auf vier Pfoten nach Möglichkeit steinalt wird und ein besonders gesundes Hundeleben genießt. Gegen manchen Schicksalsschlag oder unglückliche Fügung ist selbstverständlich kein Wunderkraut gewachsen, doch die passenden Grundvoraussetzungen für ein langes Hundeleben kann jeder Hundebesitzer schaffen. Von gesundem Futter, über genügend Spiel und Auslauf bis hin zur richtigen medizinischen Versorgung, gibt es genug, was die Basis für ein langes Leben ausmacht.

01. Die richtige Ernährung

01. Die richtige Ernährung

„Du bist, was Du isst.“ Das alte Sprichwort gilt nicht nur für uns Zweibeiner, sondern ist auch für unseren tierischen Begleiter wörtlich zu nehmen. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist eine der wichtigsten Grundlagen für einen gut funktionierenden Stoffwechsel und ein intaktes Immunsystem. Hunde, die von klein auf artgerecht ernährt werden, leiden weniger häufig unter Zivilisationserkrankungen wie Allergien, Diabetes oder Übergewicht.

Die basierten Kenntnisse der Anatomie und der Verdauung des Hundes sind Grundlage für die Erstellung einer richtigen und bedarfsdeckenden Ernährung, welche nach dem Vorbild der Natur und der Lebensweise des Wolfes zusammen gestellt sein sollte. Für eine korrekte Nachahmung dieses Ernährungsprinzips muss der Hauptbestandteil jeder gesunden Hundenahrung Fleisch sein, was durch pflanzliche Bestandteile wie Kräuter, Gräser, Gemüse und Obst ergänzt wird.

Der Hund ist genau wie der Wolf ein Carni-Omnivorer, was übersetzt die Bezeichnung für einen Fleisch- und Allesfresser ist. Aus diesem Grund darf Getreide nur in einem geringen Umfang in der Hundeernährung auftauchen. Die Entwicklung der Futtermittelindustrie hat zum Leid des Hundes einen anderen Weg eingeschlagen. Billiges Füllmaterial, wie minderwertiges Getreide, verdrängt Fleisch und Innereien aus der Hundenahrung. In vielen Fertigfuttern findet der Hundebesitzer einen deutlich erhöhten Getreideanteil und eine verschwindend geringe Fleischmenge. Statt Muskelfleisch oder Innereien werden häufig minderwertige Fleisch- und Geflügelmehle eingesetzt. Diese haben keinerlei Nährwert für den Hund.

Schmackhaft wird dem Vierbeiner das ungesunde Produkt durch reichlich Zucker und künstliche Geschmacksaromen gemacht. Trockenfutter-Pellets werden mit verführerisch duftenden synthetischen Lockstoffen versetzt, sodass kaum ein Hund wiederstehen kann. Doch was augenscheinlich gut riecht und schmeckt, ist oftmals nicht gesund. Durch die hohen Zuckermengen werden bei vielen Tieren Stoffwechselerkrankungen ausgelöst. Die bekannteste dieser Erkrankungen ist der Diabetes Mellitus. Immer mehr „Zuckerhunde“ bevölkern die Kleintierpraxen. Weitere künstlich erzeugte Probleme sind krankhaftes Übergewicht sowie Allergie und Futtermittelunverträglichkeiten.

Im fortgeschrittenen Alter sollte der ältere Hund auf eine spezielle Senioren-Kost umgestellt werden, die im Idealfall mit gesunden Kräutern zur Unterstützung von Niere, Leber, Herz und Bewegungsapparat ergänzt ist. Gut verdaulich und mit wertvollem Protein wirkt die angepasste Nahrung Abbauprozessen und Beschwerden im Alter entgegen.

02. Hundegerechte Bewegung

Bewegung an der frischen Luft hält das Immunsystem stark und intakt und fördert genau wie bei uns Menschen die Ausschüttung von Glückshormonen. Hinzu kommt der individuelle Bewegungsdrang des Hundes, den es zu erfüllen gilt. Ein Jagdhund, der dreimal am, Tag nur an der Leine um den Block geführt wird, erkrankt sehr schnell- vor allem seelisch. Mindestens einmal am Tag muss dem Vierbeiner Auslauf „auf freier Bahn“ gegönnt werden. Radtouren, ein langer Spaziergang durch die Natur oder ein Ausflug auf eine Hundewiese sind wichtig, um das Grundbedürfnis nach Bewegung zu erfüllen.

03. Spiel und Spaß

03. Spiel und Spaß

Hunderassen wie unter anderem Australian Shepard, Viszla oder Jagdterrier sollten neben dem ausreichenden Auslauf unbedingt vom Kopf her gefördert werden. Dies bedeutet, dass sich intensiv mit dem Tier beschäftigt werden und ihm eine Aufgabe gegeben werden muss. Dies kann das Üben von Apportierübungen, Teilnahme an Agility-Gruppen oder sogar eine spezielle Ausbildung wie eine Begleithundeprüfung sein. Dass diese tollen Spiele jedoch nicht nur was für die typischen Rassegruppen sind, bewies Dognet-Mops Steed, der in einer Agility Stunde mühelos mit den großen Profis mithielt.

04. Auf den Zahn gefühlt

04. Auf den Zahn gefühlt

Zahnstein, Karies und Paradontose können zu starken Schmerzen beim Fressen und somit zu einer eingeschränkten Kauaktivität führen. Eine verminderte Futteraufnahme und eine schlechte Futterverwertung mit Abmagerung sind häufig die Folge der Zahnschmerzen. Bei bakteriellen Entzündungen entsteht zudem Eiter, der mit dem Speichel abgeschluckt wird und so schnell die inneren Organe infizieren kann. Dieser Infektionsweg wird häufig unterschätzt und ist sehr gefährlich! Ein gründlicher Zahn-Check beim Tierarzt sollte deswegen mindestens einmal im Jahr auf dem Programm stehen. Zahnstein kann hierbei schnell und einfach entfernt werden.

Zur natürlichen Zahnreinigung empfiehlt sich deshalb die gelegentliche Fütterung von harten Knochen, um die bakterienreichen Belege durch die Kauaktivität abzuschaben. Auch getrocknete Sehnen oder eine harte Rinderkopfhaut ist ein gesunder Knabberspaß, der ganz nebenbei die Zähne reinigt. Zudem wird die Durchblutung des Zahnfleisches gefördert, was die Festigkeit und den Gesundheitszustand des Zahnfleisches stabilisiert. Ein weiterer positiver Effekt ist die Stärkung der Kaumuskulatur des Hundes. Zähne mit großflächigen Defekten und Schäden des Halteapparates müssen in Narkose entfernt werden, um dem Tier wieder ein schmerzfreies Fressen zu ermöglichen.

05. Die Haut- ein wichtiger Schutzmantel

Die Haut ist das größte Organ des Hundes und zugleich seine wichtigste Immunbarriere gegen Einflüsse von außen. Nicht umsonst erkennt man am Haut- und Fellkleid wie es um den Allgemeinzustand des Tiers steht. Stumpfes Haar und schuppige Haut sind immer ein Anzeichen dafür, dass dem Tier etwas fehlt. Ursachen hierfür sind ganz vielfältig: Krankheit, Stress, Mangelernährung, Allergien- es gibt beim Hund fast nichts, was es beim Menschen nicht auch gibt. Die tierischen Dermatologen haben die Möglichkeit spezielle Untersuchungen durchzuführen durch die eine exakte Diagnose möglich wird. Klassisch ist die Entnahme von Gewebeproben, sogenannte Hautbiopsien. Auf diese Weise können Parasiten und Erreger in der Haut nachgewiesen werden. Auch Hautkrebs kann über eine tiefer gehende Untersuchung der Hautschichten aufgedeckt werden. Neben Futtermittelallergien, welche die dritthäufigste Ursache für Symptome der Haut darstellen, sind noch weitere Auslöser für Hauterkrankungen denkbar:

Hormonelle Probleme
Die Hormone des Hundes haben einen Einfluss auf die Qualität von Fell und Haut, was den meisten Tierbesitzern bereits bekannt ist. Hündinnen in der Läufigkeit oder Vierbeiner, die kastriert wurden, überraschen häufig mit einem völlig neuen Look im Fell. Auch krankhafte Zustände im Hormonhaushalt können aus diesem Grund für eine Veränderung der Optik sorgen. Hunde mit einer Unterfunktion der Schilddrüse leiden oft an dünnem Fell ohne Glanz und haben zudem oftmals sehr trockene Haut.

Autoimmunerkrankungen
Wird das Immunsystem fehlgeleitet, kann es Antikörper gegen Organe und Stoffe des eigenen Körpers produzieren. Diese Antikörper können auch gegen die Haut gerichtet sein, sodass es an dieser zu Symptomen kommt. Autoimmune Hautreaktionen werden immer da vermutet, wo Veränderungen vorliegen, die gegenüber Antibiotika resistent sind.

Bakterien
Bakterien sind bei fast allen Hauterkrankungen im Spiel. Sie vermehren sich, wenn die Hundehaut ohnehin schon geschwächt ist, zum Beispiel bei Allergien oder Verletzungen. Wird eine Hautstelle infiziert, kommt es häufig zu sogenannten Hot Spots. Diese beschreiben runde, nässende Stellen ohne Fell und mit deutlich entzündlicher Rötung. Hier muss der Tierarzt die Stellen desinfizieren und dem Tier ein Antibiotikum verabreichen.

Pilze
Hautpilze des Hundes siedeln sich meist im Gesicht oder an den Ohren an. Aufgrund des noch nicht fertig ausgebildeten Immunsystems sind Pilzinfektionen bei Welpen häufiger als bei ausgewachsenen Hunden. Am häufigsten ist ein Befall mit dem Pilz  Mikorsporum canis, welcher kreisrunde, haarlose Stellen im Fell verursacht. Um den Kreis ist die Haut leicht verdickt. Er ist hoch ansteckend und kann auf den Menschen übergehen. Die Malassezia-Dermatitis ist eine Hefepilz-Infektion. Der Befall erfolgt besonders dann, wenn das Immunsystem nicht richtig arbeitet, was  bei Erkrankung, im Alter oder in einer Stresssituation zum Beispiel der Fall sein kann.

06. Chemie im Hundenapf

06. Chemie im Hundenapf

Lange und heiß diskutiert wird die Verwendung von künstlichen Vitaminen für Tier und Mensch. Immer mehr Hundebesitzer wenden sich jedoch von der künstlichen Variante ab - und das völlig zu Recht! Denn in vielen Versuchen wurde bis heute nachgewiesen, dass künstliche Vitamine nicht die gleiche Wirkung im Stoffwechsel entfalten, wie die natürlichen Varianten. Zudem fehlt den künstlichen Vitaminen ihr natürliches Umfeld und damit ihre „Team-Spieler“ durch die sie ihre volle Wirkungsweise erst entfalten können.

Verschiedene Vorstufen der Vitamine, wie sie auf natürlichem Weg durch Obst oder Gemüse aufgenommen werden, ermöglichen erst gewisse Interaktionen und vielfältige Wirkungsweisen der Vitamine. Künstliche Vitamine sind hierzu nicht fähig und deswegen ihren natürlichen Zwillingen deutlich unterlegen. So besteht beispielsweise das Vitamin E in seiner natürlichen Form aus 16 verschiedenen Varianten, die in ihrer Gesamtheit das Vitamin E ausmachen. Chemisch nachgebaut werden, kann aber nur eine einzige Variante!

Auch die Vorstufe des Vitamin A, das ß-Carotin ist nur schwer künstlich zu imitieren. Aus der Natur sind heutzutage rund 650 verschiedene Carotinoide bekannt. Nachgebaut wird jedoch nur das ß-Carotin, über das keine herausragenden Eigenschaften gegenüber den anderen Carotinoiden bekannt sind. So kann aus gut 50 anderen Carotinoiden ebenfalls Vitamin A hergestellt werden. Da die Natur dies weiß, besteht sie auf ihr natürliches Carotingemisch mit dem sie erst richtig arbeiten kann. So gibt es in der Natur keine Pflanze, die ausschließlich ß-Carotin enthält.

Ausgehend von der Unwissenheit davon, wie viele Arten an Vitaminen in natürlich gewachsenen Nahrungsmitteln wie Obst, Gemüse etc. stecken, ist es schwer alle Vitamine in ihrer Gesamtheit künstlich nachzubauen. Zudem ist die gesundheitliche Wirkung eines künstlichen Vitamins nicht mit einem komplexen und natürlichen Nahrungsmittel vergleichbar, so dass es artgerechter und vor allem gesünder ist seinen Hund auf natürliche Weise zu ernähren. (Quelle: Vitaminschock, Hans-Ulrich Grimm, Droemer-Knaur Verlag)

07. Ran an den Speck

07. Ran an den Speck

Tonnenförmiger Körper, unschöne Speckrollen am Bauch und eine kaum erkennbare Flanke: Übergewicht und Adipositas werden auch bei unseren Haustieren immer mehr zur Volkskrankheit. Ein dauerhaftes Übergewicht schadet dem gesamten Bewegungsapparat des Tieres. Bänder, Sehnen und Gelenke werden übermäßig beansprucht, was chronische Schäden, wie zum Beispiel Arthrose verursachen kann. Weiterhin steigt das Risiko für Bluthochdruck und Organerkrankungen, sowie diverse Stoffwechselstörungen. Die Zuckerkrankheit Diabetes gehört ebenso zu den fatalen Folgen der Fettsucht. Weitere negative Auswirkungen hat der überschüssige Speck an Haut und Fell: Hautschwielen und stumpfes Fell sind erste Anzeichen hierfür. Neben den medizinischen Aspekten kommt die reduzierte Lebensqualität des Tieres hinzu. Beweglichkeit, Kondition und Fitness des fettleibigen Vierbeiners sind enorm eingeschränkt. Auch das Immunsystem des Vierbeiners wird auf Dauer reduziert, wodurch es zu vermehrten Infekten kommt.

Die Therapie der Adipositas ist in erster Linie eine Gewichtsreduktion über eine sinnvolle Ernährungsumstellung ab. Halbiert der Hundebesitzer die täglichen Mahlzeiten seines Vierbeiners einfach, würde sich lediglich die fettfreie Muskelmasse abbauen.

08. Die neuen Superfoods

Im Zuge einer immer gesünderen und artgerechteren Ernährung des Hundes haben auch die sogenannten Superfoods Einzug in die Fressnäpfe unserer Vierbeiner gehalten und fördern zusätzlich Gesundheit, Vitalität und eine starke Abwehr.

--> KOKOSMEHL
Kokosmehl liefert wertvolle Energie, pflanzliches Protein, einen leckeren Geschmack und enthält dabei nur einen geringen Anteil an Kohlenhydraten. Dem feinen Mehl wird zudem eine antibakterielle Wirkung und eine Ankurbelung des Stoffwechsels nachgesagt.

--> KÜRBISKERNMEHL
Kürbiskernmehl liefert wertvolles Protein, viel Energie und enthält fast keine Kohlenhydrate. Ihm wird auch eine gute Wirkung auf Niere und Blase nachgesagt. Zudem hat es einen sehr intensiven, leckeren Geschmack.

--> HANFMEHL
Hanfmehl liefert viel gesunde Energie und enthält dabei so gut wie keine Kohlenhydrate. Es hat positive Auswirkungen auf Hauterkrankungen, Entzündungen und das Herz-Kreislaufsystem. Zudem wird ihm ein guter Effekt auf die Hirndurchblutung nachgesagt.

--> TRAUBENKERNMEHL
Traubenkernmehl enthält genau wie sein Öl bioaktive Stoffe, die den Stoffwechsel des Hundes fördern. Es verstärkt die Kollagenbildung und sorgt für eine gesunde Haut und geschmeidige Gelenke.

--> SCHWARZKÜMMELÖL
Das wertvolle Öl ist bekannt für seinen positiven Effekt auf Allergien, Asthma und soll bei Wurmbefall helfen. Es besteht zu 60% aus der ungesättigten Fettsäure „Linolsäure“. Sein natürlich enthaltenes ätherisches öl wirkt schleimlösend. Zudem wirkt es anregend auf den Stoffwechsel und senkt den Cholesterinspiegel des Hundes.

--> WALNUSSÖL
Das feine Öl enthält einen hohen Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und ist aufgrund der sehr ausgewogenen Zusammensetzung besonders wertvoll. Es enthält relativ viel Magnesium, was Stress und Blutdruck senken kann. Durch seine vielen Ballaststoffe wird der Blutzuckerspiegel des Stoffwechsels niedrig gehalten. Weiterhin zeichnet sich das Walnussöl durch einen hohen Gehalt an Vitaminen der B- und E-Gruppe aus.

09. Ergänzen und bereichern

09. Ergänzen und bereichern

Pulver, Kapseln, Öle und viele weitere kleine Zaubermittel sollen das tägliche Mahl unserer Hunde verbessern, aufmischen oder verfeinern: der eigentliche Sinn die Mahlzeiten seines Hundes zu ergänzen, sollte jedoch immer zum Ziel haben, den Stoffwechsel mit gezielten Nährstoffen und Vitaminen zu unterstützen. Des Weiteren werden die Zusätze auch gerne zur Linderung bestimmter Symptome eingesetzt oder zur Prophylaxe in bestimmten Lebenssituationen. Zu solchen Situationen zählen beispielsweise Trächtigkeit, Leistungssport, eine überstandene Krankheit, Stresssituationen oder auch der jährliche Fellwechsel. Nahrungsergänzungspräparate ersetzen jedoch nie eine tierärztliche Behandlung, wenn diese nötig werden sollte. Wie bei allem gilt auch bei der Nahrungsergänzung für den Hund, dass eine hohe Menge nicht immer hilfreich ist. So zählt hier die genaue Dosierung und nicht „viel hilft viel“. Einen besseren Überblick gesunder und wirksamer Ergänzungsstoffe gibt unser kleines Lexikon mit den beliebtesten Zusätzen für den Hund:

Artischocken
Das feine Gemüse bringt nicht nur einen guten Geschmack sondern wirkt sich auch positiv auf Leber und Galle des Hundes aus. Ebenso hilft sie bei Blähungen, Erbrechen und Gallensteinen.

Fenchel
Fenchelknolle oder Fenchelsamen kann dem Hund regelmäßig angeboten werden. Positive Wirkung hat Fenchel auf bronchiale Beschwerden, Erkältungen und Verdauungsstörungen. Es wirkt harntreibend, krampflösend und lockert Schleimeinlagerungen in der Lunge.

--> Hagebutte
Eine wahre Vitaminbombe ist die Hagebutte, auch praktisch in Form der gemahlenen Hagebuttenschalen. Das reichlich enthaltene Vitamin C ist ein hochwirksames Antioxidans und stärkt das Immunsystem sehr effektiv.

Ingwerwurzel
Ingwer wirkt schmerzstillend, löst Krämpfe, lindert Entzündungen, fördert die Verdauung und regt den Kreislauf des Tieres an. Ebenso hilfreich ist es bei Verdauungsstörungen und Allergien. Da Ingwer blutverdünnend wirkt, darf es nicht vor chirurgischen Eingriffen oder vor der Geburt verfüttert werden.

--> Leinöl
Kalt gepresstes Leinöl liefert eine hohe Menge an essentiellen Fettsäuren und jede Menge Energie. Es hat zudem einen positiven Effekt auf die Haut- und Fellbeschaffenheit, so dass es vor allem im Fellwechsel gut einzusetzen ist.

Neuseeländische --> Grünlippenmuschel
Diese wertvolle Muschel enthält in ihrem Fleisch einen hohen Gehalt an Glykosaminoglykanen, die einen positiven Effekt auf die Gelenkgesundheit haben. Bei chronischen Erkrankungen wie Arthrose oder akuten Gelenkentzündungen kann dem Hund mit einer 6-wöchigen Grünlippenmuschel-Kur sehr gut geholfen werden. Sie verbessert die Gleitfähigkeit der Gelenke und hat einen sogenannten „Schmiereffekt“. Zudem wirken die Glykosaminoglykane Entzündungen entgegen

--> Seealge
Sie enthält viele wertvolle Nährstoffe und hat einen sehr guten Effekt auf die Fellbeschaffenheit des Hundes. Des Weiteren ist sie reich an Jod, Eisen und Vitamin B.

--> Teufelskralle
Die afrikanische Heilpflanze wird sehr gerne für chronische Gelenkerkrankungen beim Hund genutzt, da sie zu einer natürlichen Schmerzausschaltung führt. Weiterhin hemmt sie Entzündungen und wirkt Schwellungen entgegen.

10. Jährlicher Check

10. Jährlicher Check

Einmal im Jahr muss die Impfung des Hundes aufgefrischt werden. Jeder Tierarzt ist verpflichtet davor den Vierbeiner gründlich zu untersuchen, denn ein krankes Tier darf nicht geimpft werden! Zähne, Augen, Fell und Haut werden deswegen gründlich gecheckt. Bei einem möglichen Verdacht können sich weitere Untersuchungen anschließen. Bei älteren Tieren lohnt es sich eine spezielle Blut-Untersuchung durchführen zu lassen. Hierbei wird eine kleine Menge Blut abgenommen und ein sogenanntes „Senior-Profil“ erstellt. Der Tierarzt kann daran erkennen, wie der aktuelle Status für die einzelnen Organe aussieht. Bei Abweichungen kann somit schnell reagiert und gegebenenfalls eine Therapie oder eine spezielle Diät eingeleitet werden.

Liebe Grüße, Hanna Stephan, TÄ bei Terra Canis

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Der Artikel ist super ☺
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super,viel neues für mich
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Ich fand die Tipps sehr informativ...möchte fragen ob Traubenkernöl & Wallnussöl für den Hund nicht giftig sind? Denn Trauben & Nüsse gehören ja zu den giftigen Lebensmittel für den Hund...Danke
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Hallo die Fettessenzen von Walnuss und Traube sind für den Hund nicht giftig. Viele liebe Grüße
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Der Artikel ist sehr interessant, aber 1 frage wieso traubenkernmehl Trauben sind doch gut für hunde


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