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Achtung Insektenstich

LEBENSGEFAHR

Achtung Insektenstich

Der Sommer hat begonnen und damit auch die Hochsaison für viele verschiedene stechende Insekten, die Mensch und Fellnase sehr gefährlich werden können. Wenn das Insekt in eine empfindliche Stelle sticht oder der Gestochene eine Allergie hat, kann ein Stich schnell lebensbedrohlich werden. Wir haben euch zusammen getragen, woran ihr einen Stich erkennt und was ihr tun könnt, wenn euer Hund betroffen ist.

Wespen, Bienen, Bremsen... All diese winzigen Tiere sind für uns lästig und können auch gefährlich sein. Für unsere Fellnasen sind sie jedoch um ein Vielfaches schlimmer! Denn sie können nicht wissen, dass nach ihnen zu schnappen die Tiere aggressiv macht oder in Panik versetzen kann. Als Reaktion kommt der schnelle und schmerzhafte Stich, oder aber der Hund verschluckt ein Insekt. Oft haben Hummeln und Wespen auch Nester in der Erde, die die Fellnase zum Graben einladen. Die Zerstörung ihres Baus macht sie aggressiv und sie stechen zu, in diesem Fall sogar zu hunderten. Besonders kritisch werden Stiche, wenn sie im Bereich der Atemwege liegen. Es kann zu einer Verdickung der Luftröhre kommen und löst akute Atemnot beim Hund aus. 

Im Rachen lebensgefährlich

Die Symptomatik richtet sich ganz nach der betroffenen Körperstelle. Alle Stiche haben jedoch eine mehr oder minder starke Schwellung zur Folge. Bei einem Bienenstich bleibt außerdem der Stachel an der Einstichstelle stecken.  Direkt nach einem Stich macht sich der Hund meist durch ein Aufjaulen bemerkbar und leckt sich die getroffene Stelle. Wurde eure Fellnase in den Rachen gestochen, kündigt sich das meist durch ein plötzliches Würgen oder Röcheln an. Ein zusätzliches Anschwellen der Schleimhäute blockiert die Atemwege und der Hund kann ersticken! Ein weiterer lebensgefährlicher Umstand ist eine Allergie gegen Insektenstiche. Für euch gilt nun: Ruhe bewahren!

Zuallererst solltet ihr den Stich lokalisieren und prüfen, ob sich noch ein Stachel in der Einstichstelle befindet. Falls vorhanden, zieht ihn mit einer Pinzette heraus. Wirkt dann der Schwellung entgegen und legt ein in Stoff gehülltes Eispack darauf; alternativ könnt ihr unter fließendem Wasser kühlen. Anders verhält es sich natürlich, wenn der Stich sich ihnen bei den Atemwegen befindet, zum Beispiel nach Verschlucken eines Insekts. Wenn sich das Tierchen noch im Hals befindet, versucht es heraus zu holen. Geht dabei vorsichtig vor; falls eure Fellnase in Panik verfällt, kann sie zubeißen! Nehmt daher am besten eine lange Pinzette o.ä. zur Hilfe.
Einen solchen Stich müsst ihr auch von innen kühlen. Lindert die Schwellung mit Eiswürfeln oder Speiseeis. Von außen könnt ihr unter fließendem Wasser oder mit Eispack kühlen.

Im Falle einer Allergie...

Hunde können so wie wir Allergien gegen Insektenstiche haben, ihr Körper zeigt in diesem Fall nach einem Stich eine Überreaktion, genannt anaphylaktischer Schock. Es gibt verschiedene Schweregrade: Eine noch harmlose Reaktion sind Ausschlag, starker Juckreiz, Übelkeit und Angst. Diese kann sich steigern zu starken Schwellungen am ganzen Körper, Erbrechen, Durchfall, Bauchkrämpfen und Schwindel. Von einem schweren anaphylaktischen Schock spricht man, wenn die Fellnase zusätzlich nach Atem ringt, Inkontinenz zeigt, Probleme mit dem Schlucken hat und die Haut sich blau färbt. Die schlimmste Folge sind all die Symptome der ersten drei Schweregrade sowie zusätzlich ein Abfall des Blutdrucks und schließlich der Kollaps.

Schützt eure Fellnasen!

Wenn ihr beobachtet, dass euer Liebling nach Insekten schnappt, unterbindet sofort das Verhalten mit einem entsprechenden Kommando oder geht dazwischen. Bei der Erziehung solltet ihr außerdem darauf achten, dass ihr nicht das Beuteschnappen aus der Luft verstärkt. Werft euren Hunden also keine Leckerlis zu, die sie in der Luft fangen sollen. In einem Hundehaushalt sollten außerdem mögliche Wespennester an Haus oder Garten umgehend entfernt werden. Die Tiere können gerade Vierbeinern schnell gefährlich werden. Nicht nur, weil die Gefahr besteht, dass sie angreifen, sondern weil sie außerdem unbemerkt ins Nassfutter oder Wasser gelangen könnten und dann verschluckt werden! Natürlich sollten die Näpfe wenn überhaupt nicht zu lange draußen stehen bleiben, denn nicht nur Wespen können dort hinein kriechen.

Wenn ihr bereits einen Stich hinter euch habt und der Tierarzt eine Allergie diagnostiziert hat, kann sich beim nächsten Stich die Allergie noch verschlimmert haben. Fragt also euren Tierarzt nach einem Notfall-Medikament. Bei einer allergischen Reaktion müsst ihr schnell handeln und habt in der Regel nicht genug Zeit, um den Tierarzt aufzusuchen.