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Grünes Blattgemüse – eine effektive Waffe gegen Krebs

Ernährung des Hundes

Grünes Blattgemüse – eine effektive Waffe gegen Krebs

Es klingt unglaublich und wurde doch wissenschaftlich bewiesen. Mit nur einem Löffel frischem grünen Gemüse täglich zum normalen Futter, sinkt das Risiko, dass unsere Fellnasen an Krebs erkranken um 95%.

Knapp 50% der Hunde in Deutschland werden mit industriellem Trockenfutter ernährt. Ihre Ernährung ist dabei einseitig und entbehrt zunehmend natürliche Komponenten, da herkömmliches  Trockenfutter zu einem Großteil aus minderwertigen Tiermehlen, Zusatzstoffen und pflanzlichen Nebenerzeugnissen besteht. Dabei handelt es sich nicht um frisches Gemüse, sondern Abfälle wie Erdnussschalen, Grannen und alle weiteren minderwertigen pflanzlichen Abfälle. Wenngleich die Lebenserwartung der Hunde in einer Untersuchung der Tierklinik an der Universität München gestiegen ist und in den 60er Jahren nicht mal 1/5 aller Hunde älter als zehn wurde, so werden heutzutage mehr als die Hälfte aller Hunde über 10 Jahre. Dies mag bedingt sein durch bessere und besser organisierte Zuchtkriterien und eine allgemein bessere Fütterung. So bekamen Hunde früher die Reste vom Tisch, oftmals sind diese sehr fett, salz- und zuckerhaltig. Aber auch wenn unsere lieben Vierbeiner heute deutlich älter werden, so steigt ihr Risiko an Krebs zu erkranken stetig und jeder vierte Hund entwickelt im Laufe seines Lebens einen Tumor. Das ist schockierend und beängstigend für uns alle, aber noch viel schockierender ist, dass ein Weg unsere Hunde vor Krebs zu beschützen so natürlich wie einfach ist.

Die Studie an der Perdue Universität

Im Jahre 2005 führte die amerikanische Veterinärmedizinische Vereinigung (AVMA) eine Studie an 70 Scottish Terriern durch, von denen einige bereits Krebsgeschwülste an den Übergangszellen der Blase (zusammen das sog. Urothel) ausgebildet hatten (sprich: Blasenkrebs). Die Besitzer der krebskranken Hunde füllten mit gleicher Zeitvorgabe einen Fragebogen aus, genau so auch Hundebesitzer deren Hunde andere Leiden vorzuweisen hatten. In dem Fragebogen ging es um die Fütterungsgewohnheiten und Vitaminergänzungen in dem Jahr, bevor der Blasen-Krebs entdeckt wurde. Ein Teil der Versuchspersonen fütterte nur das handelsübliche Trockenfutter, ein anderer Teil fügte dem Futter mindestens 3 Mal die Woche Gemüse hinzu.

Das Ergebnis war unfassbar, die Zufütterung von bestimmten Gemüsesorten zum herkömmlichen Futter, verhinderte oder verlangsamte die Entwicklung von Blasenkrebs bei den Terriern. Im Detail bedeutete dies: die Hunde, die mit grünem Blattgemüse wie Grünkohl, Broccoli oder Rosenkohl regelmäßig gefüttert wurden, wiesen ein um 95% reduziertes Risiko an Blasen-Krebs zu erkranken auf. Hunde die mehrfach in der Woche orangefarbenes Gemüse wie Möhren zu Fressen bekamen, wiesen immerhin ein um 70% vermindertes Risiko auf. Dieses Ergebnis kann und muss nicht nur auf Terrier und auf die Krebsart Blasenkrebs übertragen werden, sondern sollte von jedem Hundebesitzer in seinen Alltag integriert werden. 

Grünes Gemüse für Hunde??

Es geht dabei nicht darum Hunden riesige Mengen an rohem Gemüse schmackhaft zu machen oder gar vegan zu ernähren, da sie dies aus ihrer Evolution heraus nicht vertragen und auch nicht wirklich mögen. Vielmehr ist hier ein Blick auf die natürliche Ernährung des Wolfes wichtig, denn obwohl unsere Vierbeiner seit vielen vielen Jahren als Haushund gezüchtet wurden und entsprechend angepasst sind, haben sich die natürlichen Fütterungsbedürfnisse nur wenig geändert. Der Hund ist, wenn er frisst, ein Wolf, fachlich heißt dies ein Carni-Omnivore, also ein Fleisch- und Allesfresser. Während der Wolf früher jagte und sein Beutetier mit Haut und Haar verschlang, erhielt er über den Magen des Beutetieres auch zahlreiche Pflanzliche Bestandteile, wie Obst, Gräser, Kräuter oder Wurzeln. Diese versorgten ihn über das Beutetier mit wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen und die darin enthaltenen Ballaststoffe sorgten für eine optimale Verdauung. Besonders beachtenswert ist dabei, dass der Wolf seine Beute wechselte und auch der Magen-Darm Inhalt variierte. Ganz im Gegensatz zur Gegenwart. Hunde werden oftmals über Jahre hinweg, mit preiswertem und hoch gelobtem Trockenfutter ernährt, welches diese Nährstoffzusammensetzung und -vielfalt aber nicht bietet. Aus diesem Grund ist es absolut sinnvoll, Vierbeinern regelmäßig eine kleine Menge Gemüse zum Futter zuzufüttern, solange man beachtet welche Gemüse und Obst Sorten gut geeignet sind und welche nicht.

Welches Gemüse ist geeignet und in welcher Form?

Der Mageninhalt des Beutetiers, welcher vom Wolf gefressen wurde und ihn mit den wichtigen Nährstoffen versorgte, enthielt zerkleinerte und vorverdaute Gemüse- und Kräuterbestandteile. Diesem Grundsatz sollte ein Zufüttern von Gemüse auch folgen, andernfalls kann der Hund das Gemüse und die darin enthaltenen Faserstoffe nur schwer verdauen. Es empfiehlt sich Gemüse entweder zu dünsten (wichtig: ohne Salz!), damit möglichst viele essentielle Nährstoffe erhalten bleiben oder dieses in einem starken Mixer zu pürieren, damit die Faserstoffe zerstoßen werden.

Die wichtigste Frage ist aber, welche Sorten Gemüse besonders geeignet sind. Grundlegend weist grünes Blattgemüse, wie Broccoli, Spinat, Rosenkohl oder Grünkohl die besten Krebs-prophylaktischen Eigenschaften auf. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass bestimmte Bestandteile im Kohl dabei helfen, krebserregende Substanzen schneller zu beseitigen und Entzündungen im Körper zu bekämpfen. Zudem hat es sehr wenig Kalorien und einen hohen Anteil an wichtigen Ballaststoffen. 

Zu beachten ist aber, dass ein Hund nicht riesige Mengen an Kohl und Blattgrün benötigt, da dieser auch stark blähend ist. Ein Teelöffel bei einem großen Hund täglich ist völlig ausreichend. Zudem enthalten viele Sorten grünes Blattgemüse einen hohen Anteil an Oxalaten, welche langfristig bei einer sehr hohen Dosierung zu Nierensteinen führen können. Dies gilt übrigens nicht nur für Hunde, sondern auch für uns Menschen. Aber ähnlich wie wir eine Portion Gemüse essen, sollten wir diese für unseren Hund auch definieren und ihm täglich zu seinem Wohlbefinden gönnen.
Nicht nur grünes Gemüse sondern auch orangefarbenes Gemüse hat einen erheblichen gesundheitlichen Mehrwert für unsere Fellnasen, beispielsweise können Kürbis, Möhren oder Rote Beete gut dazu gefüttert werden.

Warum ist das nicht im Hundefutter?

Obst und Gemüse sind deutlich teurere Inhaltsstoffe, als Grannen oder Erdnussschalen und werden deshalb eher seltener handelsüblichem Trocken- oder Nassfutter beigemengt. Hier empfiehlt es sich, auf die Deklaration zu achten, denn seriöse Hersteller die nichts zu verbergen haben, geben an, ob und welches Obst & Gemüse in ihrem Futter enthalten ist. Findet man dagegen nur die Angabe von pflanzlichen Nebenerzeugnissen ist sollte Vorsicht geboten sein. Wichtig ist, dass die Meinung der Verbraucher auch die großen Unternehmen beeinflussen kann, denn nur wenn der Verbraucher aufgeklärt ist und fordert, dass die Inhaltsstoffe offen deklariert werden und eine gesundheitliche Relevanz haben, wird sich etwas ändern.

Und wenn wir bedenken, wie leicht es ist, seinem Hund täglich etwas Gemüse zu füttern, dann sollten wir alle darüber nachdenken, dies unseren liebsten Vierbeinern regelmäßig zu gönnen. Meiner lässt mittlerweile für ein Stück Mango den Ochsenziemer liegen, freut sich über ein Stück Gurke oder etwas Broccoli.