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Spielt der noch?

Warum Spielen so wichtig?

Spielt der noch?

Spielen ist für einen Hund Motivation und Belohnung, es nimmt in seiner Entwicklung einen hohen Stellenwert ein. Er übt dabei Kommunikation mit Artgenossen, pflegt soziale Beziehungen, baut Stress ab und das Spiel bietet dem Vierbeiner eine Möglichkeit seine Motorik und Fitness zu trainieren.

Ist es Spiel oder Ernst?
10 Anzeichen, dass dein Hund nur spielt

• Lockerheit
Während eines Spiels ist ein Hund nicht angespannt, das macht es ja zu einem Spiel. Die Wirbelsäule ist kurvig und die Bewegungen sind weich. Die Rute wird meistens locker und niedrig gehalten und kann S-förmig sein.

• Kurze Pausen
Bei einem Spiel sind die Spielpartner mal mehr, mal weniger angeregt. Die Hunde machen von sich aus kurze Pausen im Spiel, damit sie sich nicht zu weit hineinsteigern. Die Pausen sind von kurzer Dauer und treten im Idealfall einmal pro Minute auf.

• Selbsthandicap
Beim Spielen nimmt ein Hund sich ganz bewusst zurück, das ist ein Anzeichen dafür, dass er es nicht ernst meint und dadurch gleichzeitig ein Signal für den Spielpartner. Bei Rennspielen läuft er z.B. langsamer oder er wendet nicht all seine Kraft beim Ringen auf.

• Spielsignale
Solche Anzeichen in der Körpersprache geben dem Spielpartner zu verstehen, dass gespielt wird, ohne Ernstbezug. Besonders häufig sieht man den »Play Bow«, eine Form der Vorderkörpertiefstellung, der bei Spielbeginn oder während des Spiels des Spielabsicht unterstreicht. Der »Play Bow« zeichnet sich durch weit auseinander liegende Vorderläufe, weiche Mimik und einer Rute unterhalb der Rückenlinie aus. Nicht zu verwechseln ist dieser mit dem »Prey bow«, der bei Konflikten gezeigt wird. Dieser ist zu erkennen an parallel oder eng zueinander gelegten Vorderläufen, einer nach vorn gerichteten Mimik und einer Rute, die oberhalb der Rückenlinie gehalten wird.

• Übertriebene Mimik und Gestik, »Spielgesicht«
Die Überzogenheit in den Gesichtszügen und Bewegungen zeigt deutlich, ob ein Hund es ernst meint. Beispiele sind ein weit aufgerissenes Maul, übertriebenes Hüpfen oder am Boden liegend mit den Beinen strampeln.

• Schneller Wechsel verschiedener Ausdrucksweisen
Ein spielender Hund bleibt nicht bei einem Ausdruck. All seine Gestiken und Grimassen wechseln recht schnell.

• Rollentausch
Es gibt verschiedene Arten von Spielen (z.B. Kampfspiele, Rennspiele). Jeder Hund hat seine eigenen Vorlieben. Während des Spiels werden meistens die Rollen immer wieder mal gewechselt (z.B. wechseln sich Jäger und Gejagter ab).

• Frei von Stress
Ein Hund spielt nur in einer Umgebung, in der er entspannen kann. Jegliche Art von Angst, dazu gehören auch Schmerzen oder Zustände wie Hunger und Durst, hemmt das Spielen.

• Freiwilligkeit
Jeder Spielpartner muss völlig freiwillig mitmachen und jederzeit aufhören können. Mit einem Spielwechsel müssen alle einverstanden sein.

• Keine Zweckgebundenheit
Spiel verfolgt kein Ziel, es geht nicht um Jagen, Abwehr oder Fortpflanzung und hat damit keinen Ernstbezug

Ein paar Regeln für DICH als Halter

• Zwinge deine Fellnase nicht zum Spiel! Kein Hund kann in jeder Situation mit jedem Hund auskommen und als Halter muss man das respektieren.
• Immer auf genügend Pausen achten. Am besten versucht man den Hund in einer der kurzen Unterbrechungen im Spiel abzurufen und ihn, wenn er hört, als Belohnung wieder spielen zu lassen.
• Wenn ein Spiel ohne Leine möglich ist, gönnt es eurem Hund auch.
• Gerade ältere Hunde mit Schmerzen spielen nicht gerne. Deshalb zwinge deinen Hund nicht zum Spielen und schütze ihn, wenn er sich wehrt oder der potentielle Spielpartner aufdringlich wird.
• Wenn man das Spiel abbrechen möchte, auf keinen Fall brüllen, sondern den Hund deutlich zu sich winken (bei einem Angstzustand beschwichtigend handeln).

Erste Signale, die zu einem ernsthaften Kampf führen könnten

• Statt des normalen Spielsignals (Play Bow) wird der Prey Bow angewendet
• Steife Bewegungen und generelle Anspannung
• Direktes Anbellen oder Knurren, Annäherung frontal mit Anstarren
• Einer der Hunde wehrt sich wiederholt gegen das Beschnüffeln der Analregion
• Sehr einseitiges Spiel
• Häufiges Schütteln
• Meideverhalten eines Hundes
• Deutliche Anzeichen von Stress oder sogar Angst

Woran man erkennt, dass das Spielverhalten
langsam in Ernst umschlägt:

• Der Kopf wird weggedreht
• Züngeln
• Aufgerichtetes Rückenfell
• Häufiges Schütteln
• Spiel wird einseitig, ein Hund hat dauerhaft die Oberhand
• Zunehmend steife Körperhaltung und Bewegungen
• Häufiges Gähnen
• Ein Spielpartner versucht den anderen zu meiden
• Ständiges Bellen
• Grobe Attacken
• Häufiges Aufreiten

Bei solchen Verhaltensweisen sollte das Spiel
sofort abgebrochen werden:

• Einem Hund wird immer wieder der Weg abgeschnitten, man lässt ihn nicht entkommen
• Steifes Einfrieren in der Bewegung oder steifer Gang
•  Aufrichten auf zwei Beine über einen längeren Zeitraum
• Meideverhalten von einem Spielpartner
• Wiederholte grobe Angriffe
• Stress- oder Angstanzeichen in der Körpersprache
• Schmerzäußerungen
• Zu hohes Erregungslevel (angespannter Kiefer, weite schwarze Pupillen)

Ihr Lieben, Spielen ist für Hunde etwas Wunderbares und wenn ihr die Warnsignale beachtet, wird es eurem Hund immer größte Freude und absolute Entspannung bereiten! Lasst uns gerne einmal einen Kommentar da, wie ihr es mit dem Spielen handhabt!