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Was macht Streusalz so gefährlich für Hunde?

KÄLTEWELLE 2017

Was macht Streusalz so gefährlich für Hunde?

Winterzeit ist Streusalzzeit – Wir erklären euch hier,
wie gefährlich Streusalz für Hunde sein kann und wie ihr
sie vor Verletzungen schützen könnt.

Mit der Kälte kommt das Eis und mit dem Eis kommt das Streusalz. Uns Menschen mögen die gestreuten Wege im Winter angenehm sein für unsere Hunde können sie jedoch schnell zur Verletzungsgefahr werden. Leider wird eine Sache nämlich häufig vergessen: Wir Menschen tragen zum Schutz unserer Füße stets Schuhe, unsere Hunde hingegen nicht.  Ihre Pfoten kommen in direkte Berührung mit dem Untergrund.

Besonders im Schnee, der den Untergrund auch noch verdeckt, passiert es schnell, dass Eis oder scharfe Splittbrocken die Hornhaut der empfindlichen Ballen verletzen. Dringt in solche Wunden dann auch noch Streusalz, verspürt der betroffene Hund ein starkes Brennen. Instinktiv versucht er daraufhin, sich die Pfoten zu lecken. Durch das Zusammenspiel all dieser Schritte können sich Entzündungen an den Ballen entwickeln, vor allem in den Zehenzwischenräumen.

Aber Streusalz hat noch eine weitere Eigenschaft, die dem Hund zu schaffen machen kann: es entzieht der Haut Feuchtigkeit, sodass diese rissig wird. Das wiederum macht die Ballen anfälliger für Wunden, wenn sie z.B. in Kontakt mit scharfkantigen kommen. Es kommt auch immer wieder vor, dass Streusalz verschluckt wird; zum einen geschieht das häufig, wenn der Hund Streusalz an der Pfote kleben hat und sich als Reaktion die Pfote leckt. Manche Hunde nehmen es auch gezielt vom Boden auf oder verschlucken es versehentlich beim Fressen von Schnee. Gerade bei Schnee ist höchste Vorsicht geboten, darin können sich auch höchst schädliche Frostschutzmittel befinden!

Warum ist Streusalz für den Organismus so schädlich?

Streusalz kann im Körper eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) hervorrufen. Der betroffene Hund leidet dann unter einer berührungsempfindlichen Bauchdecke, extremem Würgen und Speicheln und häufig auch an Erbrechen und Fieber. Im Ernstfall zeigt sich ein blutiger Durchfall. Manche Streusalze und die meisten Frostschutzmittel enthalten zudem den Stoff Ethylenglycol, eine geruchslose, süßliche Substanz, von der wenige Tropfen ausreichen, um schwere Nierenschäden hervorzurufen. Symptome einer Vergiftung sind hier Erbrechen, schnelle Atmung und Krämpfe.

War der Hund einmal zu schnell und hat das gefährliche Salz geschluckt, ist schnelles Handeln gefragt. Ähnlich wie bei verschiedensten Vergiftungen sind Kohletabletten hier in der Regel als Gegenmaßnahme wirksam. Nach der Aufnahme des Streusalzes sollte so schnell wie möglich die Kohle verabreicht werden, damit sich das Salz nicht im Magen aufspalten kann. Befindet sich noch mehr Streusalz an den Pfoten, sollte der Hund mithilfe von Pfotenschuhen oder gezielter Ablenkung am Ablecken dieser gehindert werden. Im zweiten Schritt ist dann zusätzlich der Tierarzt aufzusuchen. Ist der Unfall im eigenen Haus passiert, nehmt unbedingt die Verpackung des Salzes mit, daraus kann der Arzt im Ernstfall vielleicht lebensrettende Erkenntnisse gewinnen!
Wenn das Salz nicht gefressen wurde, sondern Wunden an den Pfoten reizt, sollte die Pfote desinfiziert und mit einer heilenden Salbe bestrichen werden. Auch hier sollte bei schlimmen Wunden zusätzlich ein Tierarzt eingeschaltet werden; bei stark blutenden Wunden sollte sogar direkt der Tierarzt übernehmen.

DIY PFOTENBALSAM

Streusalz-Unfällen vorbeugen

Damit euren Hunden solche Strapazen erspart bleiben, solltet ihr stets aufmerksam und vorausschauend durch den Winter gehen. Besonders wichtig ist es natürlich, dass ihr gestreute Wege schnell erkennt oder die Gasseroute von Anfang an verlegt. Im Stadtgebiet ist Streusalz bekanntlich häufiger anzutreffen, führt eure Hunde hier an der Leine, damit ihr solche Stellen gezielt umgehen könnt.

Viele Hundehalter veranstalten gerne Schneeballschlachten mit ihrem Hund, doch so viel Spaß ein solches Spiel beiden Mitspielern machen kann, dies kann auch sehr gefährlich werden. In erster Linie für den Hund. Infolge des Spiels wird der Hund nämlich zum Schnee fressen animiert, welches ihm keinesfalls gut tut. Bei Suchspielen im Schnee ist es ähnlich, dabei wird stark auf den Schnee aufmerksam gemacht.

Was aber kann man nun tun, um das Verletzungsrisiko gering zu halten? Im Winter hat es sich grundsätzlich bewährt, das Fell in den Zehenzwischenräumen leicht zu kürzen, damit sich Fremdkörper nicht so schnell darin verfangen. Zum Schutz der Ballen könnt ihr zudem eine Pfotenschutzsalbe auftragen. Die Wirkung solcher Salben beruht auf einem Fettfilm, der die Haut der Ballen schützt und sie geschmeidig hält, damit sie weniger leicht einreißt. Alternativ eignen sich hierfür auch Vaseline oder Melkfett. Inzwischen gibt es auch spezielle Hundeschuhe in verschiedenen Formen und Größen, die ihr im Tierbedarf oder beim Tierarzt kaufen könnt. Wenn ihr die Anschaffung solcher Schuhe in Betracht zieht, achtet immer darauf, dass sie gut sitzen und leicht anzuziehen sind. Vor allem aber muss sich euer Hund nach kurzer Eingewöhnung darin wohlfühlen.

Ist der Spaziergang vorüber, duscht die Pfoten mit lauwarmen Wasser ab, um Fremdkörper wegzuspülen und Salz aufzulösen. Solltet ihr zuhause selbst einmal streuen, achtet darauf, dass eure Fellnasen nicht unbeaufsichtigt in die Nähe der gestreuten Fläche kommen und verwahrt die Verpackungen von Streusalz und Frostschutzmitteln immer hundesicher.

Wenn ihr diese einfachen Tipps befolgt, steht dem Winterspaß mit dem Hund nichts mehr im Wege. Genießt diese aufregende Zeit und spannt auch mal in wohliger Wärme daheim aus!

 



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