Sie verwenden einen nicht unterstützten oder veralteten Browser!
Bitte aktualisieren Sie oder verwenden Sie einen anderen.
Andernfalls wird diese Seite nicht korrekt dargestellt und ist in ihren Funktionen eingeschränkt.
Welches Gemüse für BARF und wie viel davon?

Welches Gemüse für BARF und wie viel davon?

Hier erfahrt ihr, welches Gemüse sich für eure Hunde eignet und wie viel ihr davon füttern solltet.

BARF steht für die artgerechte Ernährung des Hundes; diese beinhaltet nicht nur rohes Fleisch, sondern auch einen bestimmten Anteil Gemüse, Obst und andere Zutaten, die der Wolf in kleineren Mengen ebenfalls verzehrt hat. Der Magen-Darm-Inhalt seiner Beutetiere wurde zusammen mit ihrem Fleisch verzehrt. Auf diesem Weg wurde die Ernährung der Wölfe mit wichtigen sekundären Pflanzenstoffen ergänzt.

Da Hunde Zellulose in pflanzlicher Nahrung nicht gut verdauen können, sollte der Anteil in einer durchschnittlichen BARF-Mahlzeit nur etwa 20% betragen. Außerdem müssen die pflanzlichen Zellwände, die aus solcher Zellulose bestehen, vorher zerstört werden, indem ihr das Gemüse und Obst entweder püriert oder in Flockenform füttert. Durch Kochen, Einfrieren oder Andünsten werden wertvolle Enzyme und Vitamine zerstört, daher sollte es roh bleiben.

Pflanzliche Zutaten, die für Hunde ungeeignet sind

So wie wir Menschen manche Gemüse- und Obstsorten besser vertragen und von manchen öfter Magenbeschwerden bekommen, gibt es auch für den Hund unverträgliches oder sogar giftiges Gemüse und Obst. Eine Menge von dem, was wir Menschen problemlos essen können, sollten Hunde meiden. Ausschlaggebend ist hier oftmals die Menge oder die Reife der Zutat.

Haltet auf jeden Fall Nachtschattengewächse wie Tomaten, Kartoffeln oder Auberginen vom Napf eures Hundes fern, wenn sie roh oder unreif sind. Sie alle enthalten Solanin, das unter anderem die Schleimhäute schädigt. Wenn ihr Kartoffeln füttern möchtet, müssen diese gut gekocht und grüne Stellen herausgeschnitten sein.

Avocados sind unter Hundehaltern zu Recht verrufen, denn sowohl Stamm und Blätter als auch der Kern sind für Hunde giftig oder sogar tödlich. Vermeidet auch Steinobst, wenn der Kern noch enthalten ist, denn dieser enthält Blausäure, die auch für Menschen hochgiftig ist. Auch mit Zwiebelgewächsen solltet ihr vorsichtig sein, denn ihre Schwefelverbindungen zerstören die roten Blutkörperchen und senken so den Sauerstoffgehalt im Blut. Beachtet in diesem Fall die Höchstmenge von 5 bis 10 g pro kg Körpergewicht oder lasst sie ganz weg.

Umstritten ist die Wirkung von Weintrauben, Rosinen und Macadamia-Nüssen. Erfahrungen zeigen jedoch, dass die vermehrte Gabe dieser Früchte tödlich enden kann. Der Zusammenhang ist bisher nicht wissenschaftlich belegt, dennoch raten wir euch von der Fütterung dieser Früchte ab.

Obst und Gemüse richtig füttern

Obst und Gemüse richtig füttern

Füttert Obst am besten nur überreif und in Maßen, denn viele Sorten sind eine Belastung für die Verdauung und enthalten viel Zucker (z.B. Äpfel). Daneben tritt oftmals eine abführende Wirkung ein (z.B. bei Pflaumen, Feige, Preiselbeere). Obst sollte daher nur einen kleinen Teil der pflanzlichen Komponente einnehmen. Ihr könnt auch darauf achten, Produkte auszuwählen, die weniger süß und leichter verdaulich sind. Gemüse bekommt den meisten Hunden besser und sollte den größeren Anteil haben.

Die meisten Hunde vertragen sehr gut Wassermelone, Himbeeren, Äpfel, Birnen, Zucchini oder Brombeeren. Alle Obst- und Gemüsesorten sollten sehr klein geschnitten oder püriert werden, um von eurem Hund optimal verdaut werden zu können.