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Tatort »Gassigang«...

Rechtsanwalt Andreas Ackenheil

Tatort »Gassigang«...

In unserer juristischen Beratung treffen wir immer wieder auf »tierische« Problemfälle, die im Zusammenhang mit dem täglichen »Gassigehen« entstehen. Die Mandanten fragen hierbei nach Schadensersatz, Schmerzensgeld, Haftung und korrekter Handlungsweise. Wir haben Ihnen daher einige interessante Gerichtsurteile im Auszug zusammengestellt.

Generell gilt:  Wenn Ihr Haustier einen Menschen verletzt oder seine Sachen beschädigt (z.B. verbeultes Rad, zerrissene Kleidungsstücke, verletzte fremde Hunde oder Katzen etc), müssen Sie in der Regel für den entstandenen Schaden in voller Höhe aufkommen. Bei der Verletzung eines Menschen müssen Sie zusätzlich Schmerzensgeld erstatten (§§ 833, 847 BGB). Sie müssen für alles generell auch  dann einstehen, wenn Sie kein Verschulden trifft (so genannte Gefährdungshaftung).

Aggression des Hundes

Aggression des Hundes führt zur Haftung des Halters: Wenn ein Hundehalter zum Schutz seines von einem größeren Hund angegriffenen und unterlegenen Hundes eingreift und Bissverletzungen erleidet, so haftet der Halter des angreifenden Hundes, auch wenn sich nicht mehr ermitteln lässt, welcher Hund nun den Verletzten gebissen hat. (Landgericht Flensburg, Az.: 1 S 119/95)

Friedliches Beschnuppern mit Folgen

Zwei Hundehalter begegneten sich mit ihren frei laufenden, nicht angeleinten Hunden – einem Rottweiler und einem Schäferhund. Beide Tiere waren friedlich und zeigten keinerlei Aggressionsbereitschaft. Als der Halter des Rottweilers dann gehen wollte und seinen Hund am Halsband fasste, wurde er von dem Schäferhund angesprungen und dreimal tief in den Unterschenkel gebissen. Der Halter des Rottweilers verlangte Schmerzensgeld, was ihm auch das Gericht in voller Höhe von umgerechnet 6.000 EURO zusprach. Eine Mithaftung des verletzten Hundehalters lehnte das Gericht ab wie auch eine mitwirkende Tiergefahr des Rottweilers. Eine solche Mithaftung käme nur dann in Betracht, wenn es zwischen den Tieren zu einer Aggressionshandlung gekommen und der verletzte Hundehalter in diese nicht ungefährliche Situation eingegriffen hätte. (Landgericht Aachen, Az.: 4 O 15/98)

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