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Tierheilpraktiker - alternative Heilkunde mit Ommm?

Tierheilpraktikerin Sabine Nawotka

Tierheilpraktiker - alternative Heilkunde mit Ommm?

Vor allem, wenn ein tierischer Patient als chronisch krank oder austherapiert gilt, sucht ein Patientenbesitzer oftmals nach Alternativen zur Schulmedizin bzw. nach dem rettenden Strohhalm. Gerade dann kommen oftmals ganzheitlich arbeitende Tierheilpraktiker ins Spiel. Doch seit wann gibt es überhaupt Tierheilpraktiker? Wie arbeiten sie bzw. was darf ein Patientenbesitzer von einem Tierheilpraktiker erwarten? Fragen, über Fragen, auf die Sie hier eine Antwort finden werden.

So viel schon einmal vorweg: Der Beruf des Tierheilpraktikers hat eine lange Tradition. Er entwickelte sich aus den Kräuterheilkundigen, die sowohl Menschen als auch Tiere behandelten und ihr Wissen über die Jahrhunderte von Generation zu Generation weitergaben. Noch in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts existierten in Deutschland mehrere Tausend, v. a. im Nutztierbereich aktiv praktizierende Tierheilpraktiker. Nach dem zweiten Weltkrieg sollte sich das ändern, denn zu diesem Zeitpunkt ging das Interesse an der Naturheilkunde bzw. an natürlichen Heilmethoden aus verschiedenen Gründen massiv zurück. Der Beruf des Tierheilpraktikers geriet daher fast in Vergessenheit, aber eben auch nur fast. Unter anderem Resistenzen, Unverträglichkeiten, Nebenwirkungen oder auch Rückstände durch chemisch-pharmazeutische Arzneimittel führten in den kommenden Jahrzehnten zu einer Rückbesinnung auf die Kraft der Natur und damit auch auf den Tierheilpraktiker.

Ideal: überprüfte Qualifikation

Anders als in früheren Zeiten, übernehmen heute private Institute üblicherweise die umfangreiche Ausbildung von Tierheilpraktikern. Nach Beendigung des Lehrgangs, folgt im Idealfall zusätzlich eine mehrteilige, anspruchsvolle Überprüfung durch einen unabhängigen Tierheilpraktiker-Verband. Die Entscheidung dazu liegt jedoch meist beim Tierheilpraktiker selbst. Die bestandene Überprüfung durch einen Verband dokumentiert besonders das Fachwissen eines Tierheilpraktikers, denn eine vom Veterinäramt durchgeführte Abschlussprüfung gibt es für diesen Berufsstand nicht.

Harte Nüsse: chronisch krank oder austherapiert

Häufig sind es Patientenbesitzer von chronisch kranken oder als austherapiert geltenden Tieren, die Hilfe und Rat bei einem Tierheilpraktiker suchen. Doch auch akute Erkrankungen oder einfach nur der Wunsch nach einer Behandlung ohne „chemische Keule“ führen zu ihm. Tierheilpraktiker betrachten dabei nicht nur die Symptome, die ein tierischer Patient zeigt, sondern sie erfassen das große Ganze. Hierzu gehören u. a. Haltung, Fütterung, Vorerkrankungen und -behandlungen, auslösende Ursachen, unter welchen Umständen sich das Problem verbessert oder verschlechtert. Zwingend erforderlich ist hierfür, dass ein Tierheilpraktiker das Tier selbst in Augenschein nimmt – Ferndiagnosen und -behandlungen sind ihm untersagt. Auch darf ein Tierheilpraktiker – anders als ein Tierarzt – z. B. keine apothekenpflichtigen Arzneimittel abgeben, nicht impfen oder betäuben und auch keine Operationen durchführen.

Die Suche nach „Was“ und „Warum“

Neben einer ausführlichen Fallaufnahme, tragen in der Regel allgemeine oder spezielle körperliche Untersuchungen beim tierischen Patienten zur Stellung der Diagnose bei. Sollte dies nicht ausreichend sein, dann stehen einem Tierheilpraktiker weitere Diagnosemethoden zur Verfügung. Dies kann beispielsweise die Untersuchung von Proben durch ein veterinärmedizinisches Labor sein, doch auch die Bioresonanz oder bildgebende Verfahren, die der Tierarzt in seiner Praxis anwendet, können zu weiteren Erkenntnissen beitragen. Ein Sonderfall stellt die Diagnostik in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) dar: Hier geben u. a. Puls und Zunge Auskunft darüber, wo das gesundheitliche Problem im Körper des Tieres angesiedelt ist.

Im Fokus: Wohl und Gesundheit des tierischen Patienten

Ist die Diagnose erst einmal gestellt, dann kann ein Tierheilpraktiker – je nach Ausrichtung – auf verschiedene Mittel, Methoden und Verfahren zurückgreifen: Homöopathie, TCM oder auch nur Akupunktur, Kräuter, Schüssler Salze, Blutegel, Bach-Blüten, Edelsteine, Reiki, Massagen und, und, und. Vom berühmten „Ommm“, ist dabei nur in den seltensten Fällen etwas zu spüren. Neben der ganzheitlichen Behandlung des Tieres, ist in der Tierheilpraxis die umfassende Beratung des Patientenbesitzers überaus wichtig. Ehrlichkeit, Offenheit, aber auch das Erkennen von fachlichen und persönlichen Grenzen sind für einen Tierheilpraktiker unabdingbar. Dabei ist nicht ausgeschlossen, dass Tierarzt und Tierheilpraktiker zeitgleich einen tierischen Patienten behandeln und ihre Mittel, Methoden und Verfahren sinnvoll ineinandergreifen. Denn was immer im Vordergrund stehen sollte, ist das Wohl und die Gesundheit des Tieres. Wie und von wem dieses Ziel erreicht wird, spielt keine Rolle, denn es gilt immer noch: Wer heilt, hat recht.

Herzliche Grüße Sabine Nawotka
www.deine-tierheilpraxis.de
 
 

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