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Zwei aktive Übungen beim Bandscheibenvorfall

Physiotherapie für Hunde

Zwei aktive Übungen beim Bandscheibenvorfall

In meinem letzten Blogbeitrag ging es um das Thema Bandscheibenvorfall und was es für deinen Hund bedeutet. Heute verrate ich dir zwei sehr gute Übungen, mit denen du deinen Hund bei einem Bandscheibenvorfall unterstützen kannst. Mit den Übungen trainierst du gezielt die Muskulatur deines Hundes, tust etwas für seine Koordination, das Gangbild, die Beweglichkeit und das Körpergefühl.

Die erste Übung sind Sit Up´s! Und so funktionieren sie:

Für die Sit Ups liegt dein Hund auf der Seite. Du sitzt am Bauch deines Hundes. Halte deinem Hund dann ein Leckerchen nah vor die Nase und führt es langsam Richtung Hinterteil. Er wird der Bewegung deiner Hand folgen und seinen Kopf und seinen Rumpf seitlich heben. In diesem Moment spannt dein Hund seine Bauchmuskulatur an. Halte ihn 2-3 Sekunden in dieser Position. Führe das Leckerchen dann langsam wieder nach vorne bis dein Hund wieder in seiner Ausgangsposition ist und auf der Seite liegt und gib ihm dann auch das Leckerchen. Bei Rückenproblemen ist eine gute Bauchmuskulatur sehr wichtig. Sie stützt die Wirbelsäule und unterstützt die Rückenmuskulatur. Bei Hunden mit Rückenerkrankungen ist die Bauchmuskulatur allerdings meist schwach und verkürzt. Daher sind die Sit Ups für deinen Hund eine tolle Übung um sie zu stärken. Ich empfehle dir zu Beginn des Trainings einmal täglich mit 3 Wiederholungen pro Seite.

Die zweite Übung ist das Cavaletti Training

Die zweite Übung ist das Cavaletti Training

Du benötigst für die Übung fünf Hindernisse über die dein Hund steigt. Diese Anzahl ist wichtig, damit dein Hund in einen Bewegungsfluss kommt. Zuhause kannst du bspw. auf Besenstiele zurückgreifen, im Wald oder Garten eignen sich Äste perfekt. Du baust die Hindernisse in gerader Linie auf ebenem Boden auf. Der Abstand ist mit einer Hundelänge optimal. Sie sollten von der Höhe her so sein, dass dein Hund bequem darüber steigen kann und nicht dazu verleitet wird zu springen.

Führe deinen Hund langsam, Schritt für Schritt an einer kurzen Leine über die Hindernisse. Mit der Leine verhinderst du, dass dein Hund die Übung abbricht. Gleichzeitig bestimmst du auch das Tempo. Ist dein Hund aufgeregt, lass ihn vor dem ersten Hindernis absitzen, dann kommt er etwas zur Ruhe. Am Ende angekommen lass ihn wieder absitzen. Und vergiss nicht ihn zu loben! Diese Übung erfordert viel Konzentration. Dann geht es wieder zurück. Geht so langsam wie möglich.

ZWEIMAL TÄGLICH ZWEI

Nur so verinnerlicht das Gehirn deines Hundes, wie die korrekte und gesunde Bewegung sein soll. Mit der Übung trainierst du die Koordination deines Hundes und bringst ihn dazu, seine Läufe langsam und bewusst zu bewegen. Du trainierst seine Wahrnehmung und das Vertrauen in seinen Körper. Zusätzlich beugt und streckt er seine Gelenke, die Muskulatur wird gestärkt. Bänder, Sehnen und Gelenke werden geschmeidig gehalten. Beginne mit zweimal täglich zwei Wiederholungen. Im Trainingsverlauf kannst du die Anzahl der Wiederholungen steigern.
Berücksichtige bei euren Trainingseinheiten immer die Tagesform deines Hundes. Auch dein Hund ist nicht jeden Tag gleich gut drauf und leistungsfähig. Wie bei allen physiotherapeutischen Anwendungen, sollen die Übungen nach der Freigabe durch den Tierarzt im Rehaverlauf durchgeführt werden.

Los geht´s! Viel Spaß beim Training mit deinem Hund!
Du hast Fragen zu den Übungen oder wünschst dir Tipps zu anderen Krankheitsbildern? Dann schreibe mir gern einen Kommentar oder eine Nachricht!
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